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KlimaBündnis Kieler Bucht aus der Taufe gehoben

Datum: 
23. März 2010

KlimaBündnis Kieler Bucht aus der Taufe gehoben

Am 23. März trafen sich zum zweiten Mal Gemeindevertreter, Wissenschaftler, Träger öffentlicher Belange, Tourismus- und Naturschutzvertreter im Schleswig-Holsteinischen Dänischenhagen, um das von Prof. Dr. Horst Sterr initiierte RADOST-Anwendungsprojekt "KlimaBündnis Kieler Bucht" (KBKB) zu gründen. Die Kommunen von Eckernförde über Kiel bis Hohwacht wollen sich zukünftig einen Namen als klimafreundliche Reiseregion machen. Aber auch die Risiken, die der Klimawandel für die vom Tourismus geprägte Ostseeküste mitbringt, sollen thematisiert werden.

Bei dem Treffen wurden bereits erste konkrete Schritte beschlossen: Um die touristische Mobilität klimafreundlicher zu gestalten, soll künftig in der Sommersaison ein Bäderbus mit Fahrradanhänger eine schnelle Direktverbindung von den Hauptbahnhöfen Kiel und Eckernförde zu den Stränden der beteiligten Gemeinden gewährleisten. So sollen unter anderem Staus vermieden und der Fahrradtourismus gefördert werden. Eine besondere Herausforderung für das KlimaBündnis ist das Thema Strandmanagement in Zeiten des Klimawandels. Touristische, Naturschutz- und Küstenschutz-Belange sollen gleichermaßen in ein Gesamtkonzept „ZuM Strand“ (ZukunftsManagement Strand) einfließen. Neben begleitenden Workshops veranstaltet das KBKB in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Küstenschutz hierzu im September ein Symposium, zu dem Bürgermeister und Ko-Initiator des Bündnisses, Wilfried Zurstraßen, nach Schönberg a. d. Ostsee einlädt.

Weitere Informationen erhalten Sie beim KBKB-Projektmanagement: Dipl.-Geogr. Sandra Enderwitz, enderwitz@geographie.uni-kiel.de

Abbildung: Die mittels Küstenerosion verursachte Zerstörung touristischer Infrastruktur, wie hier bei Laboe, stellt die Gemeinden vor große Herausforderungen (Foto: Christoph Corves).